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Netter Versuch

Erster Bond der Stunde, das war ein Typ names Barry Nelson und der hieß hier allerdings ganz amerikanisch Jimmy Bond,...wie niedlich. Der Sender CBS konnte Ian Flemings Roman "Casino Royal" 1954 als 50 Minuten-Special verwursten, und Nelson wurde darin zum CIA Agenten. Zum Glück kam kein Mensch darauf, "Jimmy" noch einmal auf Mission zu schicken.

 Das geschah erst 8 Jahre später, und der Mann, den das Kino fortan zur Kultfigur erhob hieß....

  • Connery, Sean Connery!

Es muß über den Werdegang des Schotten nicht mehr  viel berichtet werden. Diverse Bücher und Internetseiten versorgen Interessenten immer wieder mit Neuigkeiten.

Für den echten Fan ist dieser Bond der einzig Wahre. Kann man sich vorstellen, daß Connerys Ausstieg beinahe das Aus für den Martinischüttler ihrer Majestät gewesen wäre? Ja, aber so ist es tatsächlich, das Publikum litt unter dem sogenannten Connery-Syndrom, und jeder andere, der nach ihm kam, ging nur als Ersatz-James durch...

Verständlich, daß dem Mimen diese Rolle schon bald missfiel. Immerhin war er für die ganze Welt "nur" der beinharte Agentenkiller und wollte ,selbstverständlich, beweisen, daß mehr in ihm steckte. Das tat er auch. In den Jahren nach 007 sahen wir ihn in den unterschiedlichsten Rollen, aber erst sehr viel später nahm das Publikum ihm den Schauspieler ab, der auch im Charakterfach glänzen konnte.

Den Abschied vom ungeliebten 00-Image mußte er im übrigen ja dreimal zelebrieren. Bond Nr. 5, "Man lebt nur zweimal", war 1966 sein,vorerst, letzter Film der Serie. 1971 kehrte er dann ,bekanntlich, für "Diamantenfieber" zurück, und wenn man den Gerüchten glauben darf, dann konnte ihn kein Geld der Welt dazu bewegen, weiter zu machen. Erst 1983 gelang es, einem anderen Produzenten, ihn für das, unnötige, "Feuerball"-Remake -"Sag niemals nie" zu gewinnen. Nach diesem "Konkurrenzvehicle", das im übrigen, fast, zeitgleich mit dem Roger Moore -Bond "Octopussy" anlief, war es dann aber wirklich vorbei...

  • Die "Lazenby" Verschwörung

"Im Geheimdienst Ihrer Majestät" war 1969 der sechste Film, und der Australier George Lazenby gab den Agenten nur ein einziges Mal. Über die Qualität des Streifens und die seines Hauptdarstellers wurden immer wieder negativ geurteilt. Das kam zuweilen von selbsternannten Filmprofis, die nicht erkennen wollten, welch ein schweres Erbe der Neue antreten mußte. Lazenbys Einsatz ist mitnichten der Flop, den seine Kritiker immer gerne darin sahen.

Im Gegenteil, der ehemalige Dressman spielte seinen Part recht professionell und hinterließ, zumindest bei mir, einen positiven Eindruck. Außerdem besitzt Nr. 6 einen flotten Soundtrack, der, wie immer, gekonnt von "Hauskomponist" John Barry eingespielt wurde. Am schönsten ist dabei der Song, den Louis Armstrong interpretiert: "We have all the Time of the World", ein Stück, das selbst einem Stein zu Herzen geht.Mit Diana Rigg und Telly Savalas agieren hier auch annehmbare Costars , und für manch einen ist der Glatzkopf Savalas sogar der "beste Blofeld" aller Zeiten.

Lazenby hat diese Rolle ja eigentlich 1 1/2 mal gespielt. Im Fernsehfilm "Thunderball"(Original: "Return of the Man from U.n.c.l.e/1983), eigentlich eine Neuauflage der Serie "Solo für Uncle" (The Man from U.n.c.l.e,/1966) sieht man ihn kurz im Aston Martin. Zu hören ist das Bond Theme, und das Nummernschild trägt die Initialen J.B.

1973 war das Publikum, unverständlicher Weise, nicht mehr so ungnädig und akzeptierte damit allerdings auch eine völlig andere Version.

  • Alles Roger?

Die Verpflichtung des etwas zu steifen Briten Roger Moore veränderte Ian Flemings Helden. Dem eleganten  Neubond nahm man die Etonausbildung der Romanfigur zwar schon eher ab, als der 00-Ikone Connery, aber, von jetzt an lag die Vorgabe wohl in einer leichteren, ja komischen Richtung. Mit Moore verkam der Agent zum ironischen Killerclown. Auch fehlte ihm die virile, männliche Ausstrahlung seines Vorgängers. "Leben und Sterben lassen" (1973), sein erster Einsatz, orientierte sich, zeitgeistmäßig, am " Black Cinema". Nach diesem,offensichtlich erfolgreichen, Einstieg langweilten sich die Fans 1974 mit dem Streifen "Der Mann mit dem goldenen Colt", und selbst die Präsenz des "Ex-Draculas" Christopher Lee konnte daran nichts ändern. Die beiden nächsten Moore-Bonds brachten dann das Fass zum überlaufen. "Der Spion, der mich liebte (1977) und Moonraker (1979) waren einfach nur banale Remakes des 66ers "Man lebt nur zweimal". Drei Filme später , genauer gesagt, 1985, ging der nun schon ältliche 007-Senilo in den Ruhestand.

  • Back to te Roots? 

Timothy Dalton,die 4. Inkarnation, erwies sich eigentlich als eine gute Wahl, aber die Zeiten waren nicht mehr an dem. Wenn jetzt auch mit dem Waliser wieder die seeligen Connery-Zeiten suggeriert werden sollten, so mußte klar sein, daß sich am Gesamtschema etwas ändern mußte. Die Konkurrenz, etwa Bruce Willis in "Stirb Langsam" oder Mel Gibson in "Lethal Weapon" zogen das Publikum in die Kinos. Eine angestaubte Bluescreen-Actionstruktur lockte einfach keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Während also "Der Hauch des Todes" (1986) nach altem Muster abging, lief Dalton-Bond Nr. 2, "Lizenz zum Töten"(1989) in eine andere Schiene. Aber, James Bond als "Racheengel", das gefiel wohl auch nicht. Pech war vorallem daß sich 007 und Indiana Jones 3 den Sommer teilen mußten. Leider war Dalton auch kein Frauentyp... Bekanntlich dauerte es 6 Jahre bis zur  ersten "Frischzellenkur"

  • 007 goes 08/15

Mit Pierce Brosnan, als 90er - Bond-Model, hofften die Produzenten wohl auf ein As im Ärmel. Aber weit gefehlt, denn gleich mit "Goldeneye" (1994) hagelte es Kritiken. Der neue Darsteller war auch kein begnadeter Mime und wie Kollege Moore recht blass im Spiel.   Nur schön sein, bringt es eben doch nicht. Aber offensichtlich mochte sich,vorerst, niemand daran stören.  Es galt, eine Figur des kalten Krieges in enspanntere Zeiten hinüber zu retten. Jetzt hatte aber der Film auch gar nichts, was einen guten Bond ausmachen sollte. Der Soundtrack, den der Franzose Eric Sierra einspielte, konnte nicht überzeugen. Und Sierra war ja eigentlich,hauptsächlich, für den Kultregisseur Luc Besson tätig. Der Komponist John Altman musste   nachträglich ran  und brachte auch das,vernachlässigte, Bond-Theme wieder ein. Tina Turners Titellied konnte man getrost in den Eimer werfen. Na ja, und die Geschichte ..., FORGET  THAT SHIT: Die drei noch folgenden Streifen waren, obwohl erfolgreich,  auch nicht unbedingt das "Gelbe vom Ei". Der einzige Pluspunkt , Komponist David Arnold, schaffte es hier wenigstens, in Anlehnung an die "guten alten Zeiten" , das Bondfeeling etwas zu beleben. Kein Wunder, ist doch John Barry selber sein musikalisches Vorbild..

James Bond aber war schon lange nicht nehr der alte, die Richtung ging nun vollends in die reine Actionrichtung.. Das Kino hatte ja bereits andere Helden, das war eine Tatsache,  die man bei Eon-Productions wohl einfach nicht mehr ignorieren konnte. JASON BOURNE, Agent mit Erinnerungslücken, war, als künftige Blaupause, inzwischen ein Hit...

 Also, was nun? Ein Neuer 007? Das war ja klar, schon deshalb, weil der liebe Pierce,  alleine durch seine begrenzten Möglichkeiten, ausfiel. Ohnehin konnte der Ire, noch weniger als Dalton, dem großen Schotten Connery kaum das Wasser reichen. Aber wohin sollte das dann führen? Ich kann mir gut vorstellen, wie die Köpfe in der oberen Etage von EON-Productions geraucht haben müssen. Klar doch, eine Originalgeschichte mußte her. James Bond sollte neu definiert, ja erfunden werden. Zurück zu den Anfängen also, und dafür wäre Brosnan, jetzt schon über 50, eindeutig zu alt gewesen. Der Neue sollte sich, zeitgeistmäßig, ja auch noch handfester präsentieren. Dieses auch, um dem inzwischen etablierten Publikumsgeschmack "Rechnung zu tragen.

                                 

  • Der Bond ist blond...na und?

2006 gerieten die Fans dann auch völlig "aus dem Häuschen". Der neue Bond war ihnen unter anderem nicht schön genug und außerdem auch noch blond. Die mangelhafte Typentoleranz fand ihren wahren Höhepunkt im Internet, als Daniel Craig auf diversen Hass-Sites total verrissen wurde. Der aber zeigte den garstigen  Nörglern wo der Hammer hängt und führte "Casino Royale" , als "Retro-Bond" ,zum Erfolg. Wenn man auch kaum glauben konnte, dass dieser Rambond tatsächlich die Hochschulreife der Flemingschen Vorlage genossen haben sollte, so wurde der neue Mann nun endlich doch akzeptiert.. Die Story hingegen bot nicht wirklich etwas Neues, denn sie lief zu offensichtlich in die Spur des Lazenby-Bond, ein Umstand, den jüngeren Fans wahrscheinlich nicht unbedingt  ins Auge fallen mochte.

Durch sein gelungenes Entre zum "Everybodies Darling" erkoren, sicherte sich Craig seine Agentenzukunft.
Inzwischen hat er bereits seinen zweiten Einsatz hinter sich. Im November 2008 war "Quantum Of Solace" in den Kinos zu sehen. Als direkte Fortsetzung ohnehin ein Novum, ist der Streifen eine herbe Enttäuschung. Mehr als solide Action wird kaum geboten, und es stellt sich die Frage, ob eine erneute Rückkehr, ca. 2010, überhaupt Sinn macht.
Vielleicht, wird es Zeit für Mr. Bond, abzutreten...




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