* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* mehr
    
     MON CINEMA
    
     bond
    
    
    








              Aufstand der Menschen

                            Bild in voller Größe anzeigen


                              Skynet - Creation

James Camerons Cyborg-Idee war nicht unbedingt neu. Der Roger-Corman-Schüler nahm seine Inspiration dafür, unter anderem, offensichtlich aus dem Heuler „Cyborg 2087/1966“, den ein Typ namens Franklin Adreon inszeniert hat. Darin reist Michael Rennie ["Der Tag, an dem die Erde stillstand/1951"] als „Garth“, besagter Cyborg,  per Zeitmaschine in die Vergangenheit, um den Erfinder eines Gedankenlesegerätes davon zu überzeugen, dass seine Errungenschaft  in der Zukunft von einem tyrannischen Regime missbraucht wird. Zwei Agenten des Jahres 2087 wollen verhindern, dass „Garth“ erfolgreich ist…

Eine andere Quelle könnte Joseph Sargents „Colossus“/The Forbin Project/1970“ gewesen sein. Hier baut der Wissenschaftler Forbin (Eric Braeden) den titelgebenden Supercomputer. Kaum in Betrieb entwickelt die Maschine ein eigenes Bewusstsein und übernimmt die Macht. Schlussendlich gebietet Colossus über die ganze Welt und hält die Menschen mit den von ihnen
geschaffenen Atomwaffen in Schach…
Möglich, das Cameron ausserdem an den mörderischen „Hal 9000“, aus Kubriks Meisterwerk „2001/1968“ dachte, ja, das selbst John Badhams „Wargames/1982“ seinen Anteil dabei hatte. Inzwischen lässt sich allerdings kaum mehr übersehen, dass der Mann aus diesen Vorgaben eine eigene erfolgreiche, wenn auch nicht immer schlüssige, endzeitliche Zukunftsversion gebastelt hat; da konnten Fortsetzungen freilich nicht ausbleiben…

                        Terminator: Die Erlösung

Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Denn längst haben Skynet und seine mächtige Armee aus Terminatoren die Herrschaft über die Erde übernommen. Allein ein Mann hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Widerstand gegen das skrupelose System anzuführen und damit dessen finalen Angriff zu verhindern. Unterstützung erfährt John Connor (Christian Bale) dabei von einem rätselhaften Fremden (Sam Worthington), der selber kaum Erinnerungen an seine Vergangenheit zu haben scheint. Nur gemeinsam können sie sich jedoch dem alles entscheidenden Kampf um die Zukunft der Menschheit stellen.

McG (Joseph Mc Ginty) ist nun einmal kein James Cameron, und es stellt sich uns die Frage, was letzterer wohl aus dieser Story gemacht hätte. Dem Typen mit der merkwürdigen Abkürzung wollen die Schuhe des grossen Vorgängers denn auch einfach nicht passen, aber daran musste schon 2003 Jonathan Mostow mit „Terminator 3“ kläglich scheitern.

Dieser erste Teil einer, geplanten, neuen Triologie wirkt zudem auch noch wie das Werk eines völlig anderen. Den plotarmen Streifen dominieren, zugegebener Maßen, grandiose Actionsequenzen, die fatal an ein Michael Bay-Movie erinnern. Nun darf man dem Director für einen derartigen Fauxpas  nicht alleine die Schuld geben. John D. Brancato und Michael Ferris beuten für ihr Drehbuch alles aus, was in den letzten Jahren das Kino zum Beben brachte; wir finden, unter anderem, „Transformers/07“ ebenso wie George Millers „Mad Max/79“. Bei allem Spass an durchgestylten FX fehlt dann einfach der leicht philosophische Aspekt aus den beiden Cameron-Teilen.

Christian Bale geht als John Connor in dieser optischen Raffinesse keineswegs unter, er meistert seinen Job, erwartungsgemäss, recht gut; sein Verdienst also, das kein Mensch Arnold Schwarzenegger vermisst, denn
der englische Kultstar geht seine Heldenfigur tatsächlich so souverän an, als wäre der Charakter extra für ihn erfunden worden
.
Sam Worthington, der den suchenden Marcus Wright gibt, ist Bale fast ebenbürtig. Sein „Cyborg-Outing“ kommt allerdings kaum überraschend, schon recht früh ahnt der Zuschauer, dass Wright eigentlich kein Mensch mehr sein kann.
Bryce Dallas Howard(Spiderman3/2007) ist Kate Connor und, weil diesem Charakter die notwendige Präsenz fehlt, als solche entbehrlich, Moon Bloodgood (Pathfinder/2007) soll offentsichtlich einen Sarah Connor-Part erfüllen, Arnies CGI-Auftritt, als T-800, wirkt etwas bemüht und sieht nie anders aus als ein Effekt.
Das,
was schliesslich als Erzählung übrig bleibt, muss im 105 Minuten-Stechschritt absolviert werden; keine leichte Aufgabe, denn immerhin gibt es neben der Geschichte um John Connor auch noch einen  Teil, der Marcus Whrigt erklären soll.

Da taucht sie wieder auf, die Frage:“Was hätte Cameron daraus gemacht?“ Sorry, Mr. Mc Ginty…..

6.6.09 20:58
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung