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                           Krieg der Zicken

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Frauen sind irgendwie nicht von dieser Welt, das wissen wir ja schon länger, meine Herren. Und damit würde sich dann auch erklären, warum sie die Dinge so viel anders sehen, als wir es tun. Erst neulich konnte ich mich wieder davon überzeugen, als mir zwei Mädels auffielen, die, offensichtlich, einen lohnenden Kinobesuch hinter sich gebracht hatten. Die daraus resultierende Unterhaltung bekam ich teilweise mit.."Nee, war der lustig..." "Ja, ich hab' mich weggeschmissen..." "Und da ging's vielleicht ab, Möönsch.." "Die haben es sich aber richtig gegeben.."Weisste, die Anne...Anna Dingsda, Hastway, glaub ich, die war so..." Genug davon, es ging, man ahnt es schon, um "BRIDE WARS", eine Hochzeitklamotte, die der völlig unbekannte Gary Winck dem zahlenden Publikum zumutet.

Nicht weniger entzückt äussert siche eine gewisse Christine Kirsch, Mitarbeiterin der österreichischen Boulevardschmonzette "Kronen-Zeitung". Sie schreibt, dass "hier zwei der süssesten Hollywood-Jungstars ihr komödiantisches Talent beweisen". Es kommt aber noch besser, denn Frau Kirsch glaubt zu wissen, dass "der Film etwas vom nostalgischen Charme slapstickhafter Srewball Comedies habe". Dazu später mehr, denn im Augenblick soll uns die Frage beschäftigen, welchen Film, zum Donner, die Damen eigentlich gesehen haben..

Liv und Emma ( Hudson&Hathaway) sind Sandkastenfreundinnen, die fest zusammenhalten. Das soll sich jedoch bald ändern, als beide endlich heiraten wollen. Die Hochzeiten sollen im berühmten Plaza-Hotel stattfinden. Das wäre ansich kein grosses Problem, aber ein Fehler in der Planung setzt die Termine für denselben Tag in dersselben Suite an. Damit scheint die langjährige Freundschaft beendet, denn nun entbrennt ein gnadenloser Krieg zwischen ihnen....

Der Zickenkrieg vonwegen der Hochzeitslocation hat begonnen, aber schon nach kurzer Zeit wünscht man sich in einen anderen Film. Der Fun-Factor um die beiden Bräute, denen ihre langjährige Freundschaft, aufgrund eines terminlichen Fauxpas, so gar nix mehr Wert ist, wirkt ziemlich aufgedrückt und abgelutscht.
Neu daran ist wirklich nüscht, und das Gebotene hat man früher, aber wirklich ganz früher schon besser gesehen. Die 30er und 40er, das waren Zeiten, liebe Frau Kirsch, in denen die von Ihnen erwähnten Screwball-Comedies ihren Ursprung hatten. Da sollten Sie mal schauen, was Filmemacher wie Howard Hawks und Frank Capra[8"Es geschah in einer Nacht/1934"] aus solchen Stoffen gemacht hätten.

Kate Hudson und Anna Hathaway geben sich zeitweilig ja echt Mühe, um als kratzbürstige
Duellantinen zu punkten, aber es reicht am Ende einfach doch nicht. Reissverschlüsse, die ihren Dienst versagen, Haarfärbemittel, die keine sind, und ähnliches, all das ist hier nur Reprise viel viel besserer Geschichten und nervt irgendwann erbärmlich..
Einfach gestrickt, banal hervorsehbar, da muss es gar nicht wundern, wenn zwei unbedarfte Girlies, auf dem Heimweg, darüber auch noch ablachen können. Sie kennen's halt net besser...

Ach ja, Frauen und ihre Sicht
der Dinge....

 

 

10.2.09 13:21
 


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