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         Hitler töten....

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Deutschstunde im Kino kann offensichtlich nur richtig laufen, wenn sich Hollywood damit auseinandersetzt. Hiesige Produktionen kommen zuweilen viel zu sperrig daher und liegen meist auch nur auf Kammerspielniveau. Selbstredend hat's da ein paar Ausnahmen wie Oliver Hirschbiegels Erfolgsmovie "DER UNTERGANG/2004", als tatsächlich einer der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten.
Aber der Rest ist eben Schweigen....

Die Amis freilich sind seit eh und je Meister darin, wenn es darum geht, den Deutschen ihre eigene Vergangenheit kräftig um die Ohren zu hauen.
Beispiele wie etwa "SCHINDLERS LISTE/1993", von Steven Spielberg zeigen dabei ganz deutlich, wie gut die Traumfabrik es versteht, aus solchen Stoffen leinwandtaugliches Potential zu gewinnen, das im Kino Erfolg hat. .

Nun also "OPERATION WALKÜRE", Bryan Singers Film über das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler. Und hier geht die Produktionsfirma United Artists ganz klar auf Nummer sicher, denn Tom Cruise, dem die Führung des einst lahmgelegten Studios seit 2007 obliegt, mimt gleich selber den Stauffenberg.


"Obert Claus von Stauffenberg muss erkennen, dass die politischen Entscheidungen der nationalsozialistischen Regierung Deutschland in den sicheren Untergang führen. Er schliesst sich der Widerstandsbewegung an und plant,Hitler zu töten.

Singer, als Director ist okay, er macht seine Sache sichtlich gut und präsentiert den bekannten Verlauf als spannungsvollen Thriller.
Aber Cruise, ein selbstherrliches Arschloch, dem in seiner Funktion als Scientologist, ja fast schon ein gefährlicher Grössenwahn attestiert werden muss, sorgt dafür, dass man sich durchaus gegen den fertigen Streifen stellt.
Musst denn ausgerechnet er, so fragen wir uns, und bekommen dazu eine passende Antwort von Tobias Kniebe, einem Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung
:

Zitat:"........
Gerade deshalb verlangt die Rolle auch wirklich nach einem Star, der in der Imagination des Zuschauers etwas mitbringt, was die Rolle erst vollständig macht. Im Falle Stauffenbergs muss das eine Aura sein, die Menschen mitreissen kann, eine Entschlossenheit, gegen alle Widerstände den einmal gewonnenen Überzeugungen zu folgen, eine Getriebenheit, die um jeden Preis den Erfolg will und auch den Weg kennt, der dorthin führt. Kein Zweifel: Tom Cruise könnte der richtige Mann für diesen Film sein."

Recht hat er, der Kniebe, das lässt sich nicht leugnen, wenn man den gehassten Cruise in dieser Rolle sieht, für die er eine erschreckende Ähnlichkeit mit dem Original mitbringt.
Schlussendlich aber trägt der Besetzungsrest mit dazu bei, dass sich der Film durchaus sehen lassen kann, wenn wir bereit sind, einige inhaltliche Fehler zu übersehen, die sich denn, unter anderem, im Charakter des Attentäters Stauffenberg selber finden. Jener war halt doch nicht der Gutmensch, den man uns hier verkaufen will.


Es darf dabei nicht übersehen werden, dass in Hollywood ohnin nur bedingt ein Interesse an echter Historie besteht. Da muss es gar nicht wundern, wenn Stauffenberg als gestraffter Blockbusterheld verkauft wird.

Wie gesagt, Mr. Cruise ist genau der Richtige dafür, aber er bleibt nun einmal....ein Arschloch!!!


 

 

26.1.09 12:16
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marc / Website (13.11.09 22:23)
Ich muss gestehen, das mir der Film sehr gut gefallen hat. Sicherlich sind einige Details nicht ganz wahrheitsgetreu dargestellt worden, aber die Geschichte ist jederzeit sehr spannend und sorgt für ein gewisses Kribbeln, obwohl man genau weiss, wie alles enden wird.

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