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                    Where no man has gone before....                     

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                             Alles auf Anfang
                                 Teil 2

Etablierte Charaktere in eine Ursprungsstory zu verfrachten, kann durchaus Sinn machen, und die Neuorientierung solcher Movieikonen wie „Batman“ oder „James Bond“ war ganz sicher der richtige Weg, um einen endgültigen Crash zu verhindern. Anders sieht die Sache allerdings aus, wenn der dramturgische Handlungsbogen eigentlich überhaupt keinen Film rechtfertigt. Ein Beispiel dafür ist George Lucas’ „Star Wars-Triologie I-III.
Ganze 22 Jahre mussten die Fans warten, bis sie endlich mitbekamen wie aus Anakin Skywalker der bösartige Schweratmer Darth Vader werden sollte. Weil halt jedem klar sein musste, dass der arme Trop am Ende doch der dunklen Macht verfallen würde, wollte Lucas seinem Publikum das „WIE“ wenigstens FX-geladen vor Augen führen, da blieb für eine schlüssige Geschichte kaum noch Platz. Dieselbe war gar nicht vorhanden, und auch der Grund für den Übertritt zum Bösen mehr als dürftig.
Im selben Jahr, 2005, als „Episode III“ das Kino dennoch rockte, ging im TV „Star Trek-Enterprise“ endgültig baden. Die Geschichte, um das,angeblich, erste Raumschiff dieses Namens musste mangels Zuschauerzahlen eingestellt werden. Damit ging  ein Debakel zu Ende, das eigentlich bereits 2002 mit dem letzten Kinoabenteuer „Star Trek-Nemsis“ begonnen hatte. „Star Trek“ war tot, vorerst…

                   

                       Der Weltraum....

...unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs „Enterprise“, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die „Enterprise“ dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Gene Roddenberry erfand die Sperrholz-SF-Serie „Star Trek“ 1966 und war damit seiner Zeit um Lichtjahre vorraus. Die positive Utopie in diesem Konzept zeigt eine geeinte Menschheit, es gibt keine Kriege mehr auf der Erde und keinen Rassismus. Das Ziel ist nun die Erforschung anderer Planeten und friedliche Koexistenz mit fremden Lebensformen, die schlussendlich in einer Planetenföderation mündet. Aber auch im Weltraum geht es um Politik. Nicht umsonst erinnern die Klingonen, selbst in ihrer Linguistik, an russische Militärs, während z.B. die Vulkanier leicht asiatisch daherkommen und neben ihrer, recht anstrengenden, Logik, eine Hang zur Weisheit pflegen. James Tiberius Kirk, Captain der „Enterprise“, bildet zusammen mit dem Vulkanier Spock und Schiffsarzt Leonard,“Pille“, McCoy ein Triumvirat, das sich in jeder Folge „die Bälle zuwirft“. Der Bordingenieur, Montgomery, „Scotty“, Scott, warnt fast immer davor, das die „Maschinen nicht mehr lange durchhalten“ und löst das jeweilige Problem, buchstäblich, in letzter Minute. Bleiben noch Navigator Hikaru Sulu, Ensign Pavel Chekov sowie die schwarze Nachrichtenoffizierin Niota Uhura. Diese drei sind, zumindest in der Serie, kaum einmal Handlungsträger.

„Star Trek“ wurde 1969 wieder abgesetzt, avancierte danach zum Dauerbrenner und kam 1972 auch zu uns, um dann im ZDF als „Raumschiff Enterprise“ mit Infantilsynchro verbraten zu werden. 10 Jahre nach dem Ende im US-TV lancierte Paramount, im Zuge der gerade erfolgreichen Science Fiction-Welle, das Kinoabenteuer „Star Trek-The Motionpicture“, dem neun weitere Teile und vier TV-Ableger folgen sollten.

                                STAR TREK

Der Romulaner Nero reist in die Vergangenheit und zerstört die USS Kelvin. George Kirk kommt dabei ums Leben. Durch dieses Ereignis wird eine alternative Zeitlinie erzeugt, in der James Tiberius Kirk, nur schwer seinen Platz finden kann. In einer Bar wird der Taugenichts in eine Schlägerei verwickelt und trifft auf Captain Pike, der einfach nicht fassen kann, dass sein Gegenüber der Sohn von George Kirk ist. Kirk lässt sich dazu überreden, der Sternenflotte beizutreten und trifft an der Sternenflottenakademie auf den Halbvukanier Spock. An Bord der neuen USS Enterprise sind die beiden nicht gerade die besten Freunde, aber ein Angriff der feindlichen Romulaner auf Spocks Heimatwelt Vulkan fordert von ihnen Zusammenarbeit…

”Star Trek” ist wieder da, frischer, actionreicher denn je. J.J. Abrahms hat das Franchise, beachtlich verjüngt, neuzeitlichen Sehgewohnheiten angepasst und schickt die Crew der alten „Enterprise“ in ihr erstes Abenteuer. Das sieht wirklich hübsch getrickst aus, und die FX lenken dann tatsächlich etwas von den Schwachstellen ab. So will man sich, auch als Fan der ersten Stunde, schwerlich an die Charaktere gewöhnen, deren Besetzung es nur zum Teil auf den Punkt bringt. Chris Pine ist als James Kirk mitnichten der Hammer, warum Abrahms ausgerechnet Simon Pegg verpflichtet hat, wird auf immer ein Rätsel bleiben. Recht unauffällig auch Anton Yelchins „Chekov-Part“, der einfach nur belanglos daher kommt.
Der Rest, Quinto (Spock), Urban (McCoy) und Saldana (Uhura) gefällt durchaus. Eric Bana tut im übrigen sein Bestes, um den Romulaner Nero recht fies zu geben, aber das Alienarschloch möchte ihm kein Mensch so richtig abnehmen. Bleibt noch Leonard Nimoy, den wir kurz als sichtlich gealterten Spock erleben dürfen. Obwohl immer noch charismatisch wirkt er hier doch eher wie ein abgehalfterter „Neckermann-Nosferatu..“

Der gute J.J., selber nie ein Trek-Fan, langweilt sein Publikum ausserdem mit einer abgenudelten Story, für die ihm ganz offentsichtlich, auch noch „Star Trek II: Der Zorn des Khan/82“ als Blaupause dienlich war. Dieser dünne Racheplot verweist Abrahms damit auf den letzten Epigonenplatz. Nur einmal macht das Sinn, als der alte Spock auf den jungen Kirk trifft. „Ich war es und werde es immer sein, Ihr Freund..“, zitiert sich das greise Spitzohr und schafft mit diesem Hinweis auf den genannten Film doch noch so etwas wie eine „Brücke“ zur Kontinuität.

Live long and prosper!

16.5.09 00:56


              Ein X-Men zeigt dieKrallen

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             Alles auf Anfang

                Teil 1

Den kreativen Köpfen in Hollywood will offensichtlich so gar nichts mehr einfallen. Der Branche fehlt es an originären Ideen, die grossen Storyteller verwursten einfach nur noch bewährte Stoffe aus der Aservatenkammer des Kinos.

Erfolgsgaranten lassen sich ja immer weiter fortsetzen, das ist freilich keine Frage, aber selbst beinharte Fans winken mit der xxten Reprise irgendwann dankbar ab. Auf diese Weise wurden Horrorplotten wie John Carpenters "Halloween/78" zu Tode geritten; neuzeitlich strapaziert uns Silvester Stallone nach seiner Hirniaction "Rambo IV/08 mit Verweisen auf weitere Einsätze. "Indiana Jones IV" konnte im selben Jahr auch kaum punkten, aber trotzdem bleiben uns weitere Abenteuer wohl nicht erspart. Als wäre das nicht schon schlimm genug, läuft "Harry Potter" dieses Jahr in die sechste Runde, wenngleich dieser Zauberquark inzwischen allenfalls ein paar bekifften Muggels schmecken kann.

Es geht aber auch anders. Wem Endlosfortsetzungen zu blöd sind, der kann seit geraumer Zeit miterleben, wie seine Helden wurden was sie sind. Prequels, Vorgeschichten also, sollen den Hype für abgewetzte Moviebuster bringen. Garantien für einen sauberen Schnitt gibt's allerdings auch hier keine, denn nicht immer läuft der Restart so glatt wie es bei "Batman (BATMAN BEGINS/05) oder "James Bond (CASINO ROYALE/06) der Fall war.

Damit befinden wir uns einmal wieder in "Marvels" Superhelden-Universum, in dem wohl einfach alles möglich zu sein scheint. Hier mutiert der Langeweiler Peter Parker, durch den Biss einer genmanipulierten Spinne, zum "Spiderman", verwandelt sich Bruce Banner in den grünen Wutbolzen, weil er zuviel radioaktive Strahlung abgekriegt hat...etc.etc..etc..

Die Mutantenfamily "X-Men" kommt auch aus dieser Ecke und ist von Natur aus freaky."Wolverine" gehört dazu, besitzt selbstheilende Kräfte und Stahlklauen.....

                         X-MEN ORIGN: WOLVERINE

Logan (Hugh Jackson) tötet Creed, den Mörder seines Vaters und erfährt dabei, dass Victor Creed(Liev Schreiber) sein Bruder ist. Beide sind Mutanten mit ungeheuren Selbstheilungskräften. Sie fliehen und schliessen sich William Strykers (Danny Huston) Mutantenteam an, aber irgendwann setzt sich Logan wieder ab, um seinen eigenen Weg zu gehen.

So vergehen sechs Jahre, in denen er als Holzfäller arbeitet und mit seiner Freundin Kate Silverfox zusammen ein friedliches Leben führt.
Dann aber taucht Victor unversehens auf und tötet Kate. Daraufhin bittet ihn Stryker um Hilfe gegen Victor. Logan willigt ein, weil er Rache nehmen will. 

Den Südafrikaner Gavin Hood   kennen wir  ja vor allem durch sein anspruchsvolles Rassendrama "Tsotsi/05".
Soetwas dürfen wir in seinem neuesten Werk wohl kaum erwarten, und wenn man überhaupt irgendeinen Anspruch finden möchte, dann liegt er weniger in geschliffenen Handlungstrukturen als in den optischen Beigaben.
Die sind, notwendiger Weise, superb in Szene gesetzt, um davon abzulenken, dass dem klischeehaften Comic Book Charakter etwas Gewichtiges völlig abgeht...

Da bietet dieses Filmchen coole Action und gefällige CGI-FX-Mutantenfights, aber von einer Story, die zudem einmal krätig überraschen könnte, fehlt jede Spur. Im Gegenteil, Hood lässt es damit gut sein, dem wartenden Zuschauer, eine Erklärung für Wolverines Adamantiumkrallen hinzukaspern und verliert sich ansonsten in comicesken Superhelden-Prügelorgien.
Das alles gab es bereits viel, viel besser, aber nicht jeder Held kann ein "Batman" sein.

Für die Damenwelt bleibt allerdings ein Trost, in der Gestalt des muskulösen Mr. Jackman. Und das ist  ja auch schon etwas, gelle?

15.5.09 11:11


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